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Bird Watching
25. März 2011, 19:16
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Am Nest erkennst du den Vogel,

der darin wohnt………….

( Hier war mal ein kleiner Videofilm, weil viele einfach sehen wollten, wie und wo ich 3 Monate gelebt habe )

Menschen, die mir mehr oder weniger nahestehen, fanden ihn lustig. Bei einer Person aber hat er  großes Entsetzen und Mißverständnis ausgelöst – deshalb habe ich ihn gelöscht – obwohl ich keinerlei Persönlichkeitsrechte verletzt habe oder gar die Absicht hatte, jemanden bloßzustellen. Ich bin über die Reaktion eben jener Person sehr erstaunt, da genau dieselbe Person sich fürchterlich aufgeregt hatte, weil ich zuvor einem Filmteam vom WDR abgesagt hatte, die ganze Aktion (und dazu gehörten auch Videos aus der Gastwohnung) mit Kameras zu begleiten.  Das ist krass, oder…?

Außerdem bin ich der Meinung, dass man auch weniger sonnige Erfahrungen ruhig mitteilen und nicht mit den Träumen und Gefühlen zukünftiger Granny Aupairs spielen sollte. Immerhin geht es hier um Menschen und nicht nur ums “Geschäft” und ein Aufpolieren des Egos!



Es ist nie zu spät…
21. Januar 2011, 17:20
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…ein schlafendes Tagebuch zu neuem Leben zu erwecken ….denn ….es schreibt IN MIR die ganze Zeit! Außerdem hat mein Sohn mich ermuntert, doch hier wenigstens noch ein Schlußwort zu schreiben.

Ich bin also wieder zuhause…hatte ein schönes Weihnachtsfest -  leider nicht mit der kompletten Familie – und einen entspannten sowie lustigen Jahreswechsel in ebenso lustiger Gesellschaft :)

Die letzten Wochen habe ich gebraucht, um alles zu sortieren: Erlebnisse, Fotos, Gedanken. Aber weit gekommen bin ich damit nicht. Außerdem scheint  auch der Jetlag kein Ende nehmen zu wollen. Ungebremster Tatendrang und bleierne Müdigkeit wechseln sich stetig ab  und tauchen zu den ungewöhnlichsten Zeiten auf.

Und immer ist da so eine leise Sehnsucht….und mir wird jetzt erst nach und nach bewusst, was ich in den letzten Monaten so alles erlebt habe. Es gab Momente, die waren zum Abrollen komisch und es gab Momente, die waren tieftraurig….und oft war es beides gleichzeitig!

Auch wenn ich den Tag meiner Abreise zuletzt herbei gesehnt  und gedacht habe: “Keine Sekunde länger!” – heute sage ich: “JEDERZEIT WIEDER – Aber NICHT MEHR ALS  AUPAIR!

Ja es war schön!!!”  Es war bereichernd für mein  ganzes weiteres Leben. Die Erfahrungen,die ich gesammelt habe, sind einfach unbezahlbar. Meine Sprachkenntnisse haben sich um einige Level verbessert – aber das Wertvollste ist : ich habe zu meinem Inneren Kind zurück gefunden!

In diesem Moment höre ich die Stimme meines leider schon verstorbenen, bis zum Schluss immer positiv denkenden Vaters: “Mach was daraus!”

“I promise You I`m going on….



Aurevoir Canada
10. Dezember 2010, 20:00
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Goodbye..Auf Wiedersehen…nous avons termine… wir haben fertig

Abschied



Altes gegen Neues tauschen
10. Dezember 2010, 18:43
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Wenn ein Reisender nach Hause zurückkehrt, soll er nicht die Bräuche seiner Heimat eintauschen gegen die des fremden Landes.

Nur einige Blumen, von dem, was er in der Ferne gelernt hat, soll er in die Gewohnheiten seines eigenen Landes einpflanzen.

Francis Bacon (1561-1626)

Ich finde dieses Zitat trifft es ziemlich genau. Ich wäre so gerne überall!

Ich freue mich riesig, bald wieder zuhause zu sein, aber es bleibt auch ein Hin- und Hergerissensein.

Die Stunde der Abreise ist nahe und ich befinde mich bereits in der Erinnerungsphase: Menschen, Orte, Situationen -  es ist mir schon sehr vieles hier ans Herz gewachsen, das ich am liebsten einpacken und mitnehmen würde, weil es mir in Deutschland fehlen wird. Aber mir ist auch  klar, dass das nicht wirklich Sinn macht. Deshalb halte ich mich an Francis Bacon und werde nur ein paar ganz besondere Blumen in meinen Garten pflanzen.

Ob ich mich hier verändert habe? Ich glaube nicht. Meine positive Lebenseinstellung ist immer noch vorhanden. Damit meine ich nicht, mich morgens vor den Spiegel zu stellen und zu mir zu sagen: “Ich bin reich, ich bin glücklich, ich bin schön! Tschakka!”  Für mich bedeutet es: “Nimm alles an, was kommt, und mach das Beste daraus” !

Ich möchte auch gar nicht anders sein. Ich bin nun schon mein gesamtes Leben mit mir zusammen und habe mir Gedanken über mich gemacht und was ich wirklich will. Ich weiß, es gibt viele Milliarden Menschen auf der Welt und wenn ich nur  mit einem von ihnen tauschen könnte ?….. dann wäre ich doch am allerliebsten wieder Ich!

Wow!!! Jetzt hat es doch noch aufgehört zu regnen und die Sonne blinzelt durch die Wolken… ich kann noch eine letzte Jogging-Runde drehen…dann werden die Schuhe eingepackt! Der Satz kommt mir irgendwie bekannt vor…..



Abschieds-Tränen
10. Dezember 2010, 09:59
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…die weint hier nur der Himmel! Seit 2 Tagen regnet es hier  ununterbrochen und nichts macht mehr so richtig Spaß. Dabei hatte ich noch so viel vor und meine Gastgeberin hat mir extra ein Wochenticket spendiert, damit ich noch ausgiebig Sightseeing machen kann und nicht noch am letzten Tag beim Schwarzfahren erwischt werde  ; )

Ich “darf” jetzt sogar ganz lange wegbleiben und muss nicht mehr um 4 Uhr da sein, wenn der Knilch aus der Schule kommt….sieh an …sieh an! Das  habe ich sowieso nie verstanden, da meine Gesellschaft ihm ja eher lästig ist.

Was sonst noch los war: Gestern Abend war ich endlich in der Rogers Arena und habe mir ein Eishockeyspiel der Vancouver “Cunucks” angesehen. Habe mir, weil vom Regen genervt und schon länger wieder nichts gegessen, im Vorraum noch ein Snickers gekauft – für schlappe 4 $. Die Stimmung war gigantisch! Ein aufregendes Match! Sie haben gefightet und gesiegt…

Am Sonntag war ich in der World of Science und habe mir Gunther von Hagens Bodyworld 2 angesehen – ich will jetzt Chriurg werden! Bodyworld 2…und ich weiß jetzt eine ganze Menge mehr. Z.Bsp. das das weibliche Hirn viel mehr Neuronen hat als das männliche. Beim männlichen Gehirn sind dafür die Nervenbahnen länger (lange Leitung?!) Ja, Ja.. es stand da schwarz auf weiß…



Der Wilde Osten ?!
6. Dezember 2010, 20:36
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” Wenn du eine Schlange siehst, musst du dich hinten anstellen!”  Aber hier ist nicht der “Wilde Osten”, sondern Kanada..

Weihnachtsmarkt in Vancouver

…und wenn der erste “German Chrismas Market” angepriesen wird, folgen die Einheimischen – genau wie die Touristen -  der Fährte von Bratwurst und Glühwein wie die Insekten dem Licht.

Nach langem geduldigen Stehen gibt es vorne aber weder Tomaten noch Orangen – du stehst vor einem Kassenhäuschen und die ersten 5CAD Eintritt sind fällig.

Auf zur nächsten Warteschlange: das Feuerzangenbowlen-Häuschen! Vorne angekommen wurde meine freudige Erwartung jedoch abrupt  gebremst. Ich bezahlte 7 D für mein ersehntes Heißgetränk, aber statt des erwarteten Becherchens zückte der Verkäufer eine Lochzange und suchte damit meine Handgelenke ab. Ich verstand nicht ganz und hielt ihm mein Eintrittsticket unter die  Nase. No, no!

Er erklärte mir, ich müsse zuerst zu einem anderen Häuschen um mir ein Papier-Armband abzuholen und mich mit meiner ID ausweisen – ist auch for free! Welche Überraschung! Also wieder Warteschlange – Bändchen abholen – Ausweis vorzeigen. Den wollte aber niemand sehen …. ich bin enttäuscht und fasse ein Face-Lifting ins Auge…

Endlich geschafft:Kanada 05.12.10 060 Prösterchen!

Über den Sinn des Papierarmbändchens (siehe Handgelenk) denke ich allerdings immer noch nach: Für jedes alkoholische Getränk wird ein Loch in das weiße Feld geknipst. Ich habe es ausprobiert: Genau nach 4 Löchern ist das Armband durch und fällt vom Handgelenk!!! Dann kannst du dir entweder ein neues holen – vorausgesetzt, du findest den Weg zur Bude noch -  oder es hat sich von selbst erledigt…. Kanadische Alkoholkontrolle, so simple!!!



German Chrismas Market Impressionen
5. Dezember 2010, 18:54
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An alle Duisburger: Es ist wirklich Vancouver - und nicht die autofreie  A 40 im Juli 2010 :) ! Ich schwör….

Text kommt später; ich muss zum Bus….

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Cliffhanger
29. November 2010, 23:14
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Noch 13 Tage…und ein Wochenende! Schade, schade, schade….Aber alles geht einmal zu Ende.

Jetzt habe ich alle größeren Ausflüge hinter mir und alles gesehen, was ich mir vorgenommen hatte. Aber das aufregendste Abenteuer hatte ich gestern:
Ich habe eine Tagestour (leider nur ein Tag!) zum Whistler gemacht und wir durften uns eine von 3 Winteraktivitäten aussuchen: eine Gondolafahrt, Bungeejumping oder Ziptrek-Line.

Bungeejumping ist zu schnell vorbei… Gondolafahren ist irgendwie wie Riesenrad: man hat zwar eine atemberaubende Aussicht, ist aber nicht wirklich ein Teil der Natur und ich muss gestehen: über einen längeren Zeitraum langweilt mich das etwas…und als Klaustophobiker, der sich nicht gern in geschlossenen Räumen aufhält, war die Ziptrek-Line genau das Sahnehäubchen, das mir zu meinem Glück noch gefehlt hat! Und erst einmal zurück in Deutschland, würde solch eine  Gelegenheit  so schnell nicht kommen.

Weil ich offensichtlich die einzige im ganzen Bus war, die sich todesmutig ins Abenteuer “Ziptrek” stürzen wollte, wurde mir so ein armes Wurm zur Seite gestellt, um auf mich “aufzupassen”: ein thailändisches Mädchen- in Strumpfhose und Sneakers – das gerade seinen ersten Tag im neuen Job als Tourguide hatte. Ich glaube, diesen Tag wird sie im Leben nicht mehr vergessen! Ich auch nicht!

Drei Stunden im tiefverschneiten Regenwald klettern, über vereiste Hängebrücken laufen, eingehüllt von der reinsten Luft der Welt und nur Stille um uns herum, um dann wie ein Vogel – mit Hosenträgern an ein Drahtseil geknüpft – lautlos  über vereiste Schluchten zu rauschen….. Die pure Freiheit und ein unbeschreibliches Glücksgefühl! Wenn man dann noch auf der anderen Seite gut gelandet und nicht mitten auf der  Strecke stecken geblieben ist, ist das noch mal eine Steigerung!

Insgesamt waren es 5 Ziplines, die wir hinunter sausen durften – den letzten  Flug  sogar rückwärts und kopfüber! Darum gibt es auch leider (fast)  keine Fotos. Wir durften keine Gegenstände mitnehmen, die  aus den Taschen hätten fallen können.

Es wird eine Geschwindigkeit von  bis zu 80 km/h erreicht!  Und es war superturbooberaffengeil!!!

…Ich trau mich…ich trau mich nicht…ich trau mich………….YES  I  CAN!

Whistler 28.11.2010 064

Whistler 28.11.2010 065



Hitverdächtig
28. November 2010, 08:08
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Das ist Paul. Er ist einer von vier Pauls in meiner Englisch-Gruppe für Imigranten. “Paul” ist nicht sein richtiger Name, aber besser zu merken und auszusprechen als sein Koreanischer. Das Phänomenale an Paul ist, in welch kurzer Zeit er sich eine Melodie samt Text in einer ihm fremden Sprache einprägen kann. Ich bin begeistert!

Und Schamesröte steigt mir ins Gesicht, wenn ich mir das umgekehrt vorstelle  (ich…singend!?… auf koreanisch!?)

Unsere Lehrerin ist heute nicht erschienen und so haben wir versucht, uns mal wieder über unsere Kulturen auszutauschen und sie einander näher zu bringen.

Das ist immer wieder lustig und spannend. Paule wollte unbedingt ein deutsches Lied lernen und hier ist das Ergebnis:

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Kurz weil
25. November 2010, 04:14
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